Römischer Katechismus 24.39

Kapitel 24 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das erste Gebot

Abschnitt 39. Wie die in den obigen Worten enthaltene Sanktion vorgelegt werden soll — Die andere Beobachtung ist, dass dieser abschließende Teil des Gebotes dem geistlichen und dem fleischlich gesinnten Christen auf sehr unterschiedliche Weise vorgelegt werden soll. Für den geistlichen Menschen, der vom Geiste Gottes beseelt ist und ihm willigen und freudigen Gehorsam leistet, ist er gleichsam eine frohe Botschaft und ein starker Beweis der göttlichen Güte ihm gegenüber. Darin erkennt er die Fürsorge seines liebevollsten Gottes, der bald durch Belohnungen, bald durch Strafen seine Geschöpfe geradezu dazu drängt, ihn anzubeten und zu verehren. Der geistliche Mensch erkennt die unendliche Güte Gottes ihm gegenüber darin, dass er sich herablässt, ihm seine Gebote zu erteilen und sich seines Dienstes zur Ehre des göttlichen Namens zu bedienen. Und er erkennt nicht nur die göttliche Güte an, sondern hegt auch die feste Hoffnung, dass Gott, wenn er befiehlt, was ihm gefällt, auch die Kraft verleihen wird, das zu erfüllen, was er befiehlt.