Römischer Katechismus 24.28

Kapitel 24 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das erste Gebot

Abschnitt 28. Als daher der Herr die Anbetung fremder Götter verboten hatte, verbot er auch die Herstellung eines Bildes der Gottheit aus Erz oder anderen Materialien, um so den Götzendienst gänzlich auszurotten. Dies ist es, was Isaias erklärt, wenn er fragt: Wem wollt ihr Gott vergleichen, oder welches Bild wollt ihr von ihm machen? Dass dies der Sinn des im Gebot enthaltenen Verbotes ist, wird nicht nur aus den Schriften der heiligen Väter bewiesen, die, wie man im Siebten Allgemeinen Konzil sehen kann, ihm diese Auslegung geben, sondern wird auch klar durch die folgenden Worte des Deuteronomiums erklärt, mit denen Moses das Volk von der Götzenanbetung abzubringen suchte: Ihr habt an dem Tage, da der Herr in Horeb aus der Mitte des Feuers zu euch sprach, keine Gestalt gesehen. Diese Worte sprach dieser weiseste Gesetzgeber, damit sie nicht durch irgendeinen Irrtum ein Bild der Gottheit anfertigen und die dem Gott gebührende Ehre auf ein geschaffenes Ding übertragen sollten.