Römischer Katechismus 24.21

Kapitel 24 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das erste Gebot

Abschnitt 21. Gewiss gibt es nur einen Mittler, Christus den Herrn, der allein uns mit dem himmlischen Vater durch sein Blut versöhnt hat, der die ewige Erlösung erwirkt und einmal in das Heiligtum eingegangen ist und nicht aufhört, für uns Fürsprache einzulegen. Daraus folgt aber keineswegs, dass es deshalb unerlaubt wäre, zur Fürsprache der Heiligen Zuflucht zu nehmen. Wenn es wegen des einen Mittlers Jesus Christus unerlaubt wäre, um die Fürsprache der Heiligen zu bitten, dann hätte sich der Apostel niemals mit so großem Nachdruck den Gebeten seiner Brüder auf Erden empfohlen. Denn die Gebete der Lebenden würden die Herrlichkeit und Würde der Mittlerschaft Christi nicht weniger schmälern als die Fürsprache der Heiligen im Himmel.