Kapitel 21 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Das Weihesakrament
Abschnitt 12. Einige werden durch Ehrgeiz und Liebe zu Ehren zum Priestertum angezogen; andere wiederum wünschen nur deshalb geweiht zu werden, um an Reichtum Überfluss zu haben, wie die Tatsache beweist, dass sie, wenn ihnen nicht irgendeine reiche Pfründe übertragen würde, nicht daran dächten, die Heiligen Weihen zu empfangen. Es sind solche, die unser Heiland als Mietlinge beschreibt, die nach den Worten Ezechiels sich selbst weiden und nicht die Schafe, und deren Niedrigkeit und Unredlichkeit nicht nur dem geistlichen Stand große Schande gebracht hat — so sehr, dass kaum etwas in den Augen der Gläubigen jetzt verächtlicher und verachtenswerter ist —, sondern auch darin endet, dass sie keine andere Frucht aus ihrem Priestertum ziehen als Judas aus dem Apostelamt, das ihm nur ewiges Verderben brachte.