Römischer Katechismus 20.34

Kapitel 20 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die Letzte Ölung

Abschnitt 34. Daraus ziehen wir ferner einen weiteren Vorteil, der mit Recht als der größte von allen angesehen werden darf. Denn obwohl der Feind des Menschengeschlechts niemals aufhört, solange wir leben, auf unseren Untergang und unser Verderben zu sinnen, so verwendet er doch zu keiner Zeit so gewaltsam alle Anstrengungen, uns völlig zu vernichten und uns, wenn möglich, aller Hoffnung auf die göttliche Barmherzigkeit zu berauben, als wenn er den letzten Tag des Lebens herannahen sieht. In diesem Sakrament werden daher den Gläubigen Waffen und Kraft verliehen, die Gewalt und den Ansturm des Widersachers zu brechen und tapfer gegen ihn zu kämpfen; denn die Seele des Kranken wird durch die Hoffnung auf die göttliche Güte erleichtert und ermutigt, durch die gestärkt sie alle Bürden der Krankheit leichter erträgt und die Listen und Ränke des Teufels, der ihr auflauert, mit größerer Leichtigkeit durchkreuzt.