Römischer Katechismus 2.3

Kapitel 2 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Einführung über den Glauben und das Glaubensbekenntnis

Abschnitt 3. Die Notwendigkeit des Glaubens — Dass der so verstandene Glaube zum Heil notwendig ist, kann kein vernünftiger Mensch bezweifeln, zumal geschrieben steht: Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Denn da das dem Menschen als höchstes Glück vorgesetzte Ziel weit über die Reichweite des menschlichen Verstandes hinausgeht, war es notwendig, dass es ihm von Gott kundgetan werde. Diese Erkenntnis aber ist nichts anderes als der Glaube, durch den wir allem, was die Autorität unserer heiligen Mutter, der Kirche, uns als von Gott geoffenbart zu glauben lehrt, unsere vorbehaltlose Zustimmung geben; denn die Gläubigen können nicht an jenen Dingen zweifeln, deren Urheber Gott ist, der die Wahrheit selbst ist. Daher sehen wir den großen Unterschied, der zwischen diesem Glauben, den wir Gott schenken, und jenem besteht, den wir den Verfassern menschlicher Geschichte gewähren.