Kapitel 19 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die Buße
Abschnitt 41. In frommen Seelen, die sich diesem Sakrament mit Andacht nähern, begleiten diese Versöhnung tiefer Friede und Ruhe des Gewissens, zusammen mit unaussprechlicher Freude der Seele. Denn es gibt keine Sünde, wie groß oder schrecklich sie auch sei, die nicht durch das Sakrament der Buße getilgt werden könnte, und zwar nicht nur einmal, sondern immer wieder. Hierzu spricht Gott selbst durch den Propheten: Wenn der Gottlose Buße tut für alle seine Sünden, die er begangen hat, und alle meine Gebote hält und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er leben und nicht sterben, und Ich werde aller seiner Sünden, die er begangen hat, nicht mehr gedenken. Und der heilige Johannes sagt: Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, dass Er uns die Sünden vergibt; und wenig später fügt er hinzu: Wenn jemand sündigt – er nimmt keine Sünde aus – so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten; denn Er ist die Sühne für unsere Sünden, und nicht nur für die unseren, sondern für die Sünden der ganzen Welt.