Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie
Abschnitt 96. Beweis aus dem Dogma der Realpräsenz — Wenn nach der Konsekration der wahre Leib Christi unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist, und er vorher nicht dort war, muss er entweder durch Ortswechsel, durch Erschaffung oder durch die Verwandlung einer anderen Sache in ihn gegenwärtig geworden sein. Er kann nicht durch Ortswechsel gegenwärtig werden, denn dann würde er aufhören, im Himmel zu sein; denn was bewegt wird, muss notwendig aufhören, den Ort einzunehmen, von dem es bewegt wird. Noch weniger können wir annehmen, der Leib Christi werde durch Erschaffung gegenwärtig gemacht; ja, die bloße Vorstellung ist undenkbar. Damit also der Leib unseres Herrn im Sakrament gegenwärtig sei, bleibt übrig, dass er durch die Verwandlung des Brotes in ihn gegenwärtig wird. Daher ist es notwendig, dass nichts von der Substanz des Brotes verbleibt.