Römischer Katechismus 18.73

Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie

Abschnitt 73. Die Seelsorger sollen auch eine andere Stelle anführen, aus der klar ersichtlich ist, dass der wahre Leib und das wahre Blut unseres Herrn in der Eucharistie enthalten sind. Der Apostel, nachdem er die Konsekration von Brot und Wein durch unseren Herrn und auch die Spendung der Kommunion an die Apostel berichtet hat, fügt hinzu: Der Mensch prüfe sich selbst und so esse er von diesem Brot und trinke aus dem Kelch; denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Wenn, wie die Irrlehrer beständig wiederholen, das Sakrament uns nichts als ein Gedächtnis und Zeichen des Leidens Christi darbietet, warum war es nötig, die Gläubigen in so nachdrücklicher Sprache zur Selbstprüfung zu ermahnen? Durch das schreckliche Wort „Gericht" zeigt der Apostel, wie ungeheuer die Schuld derer ist, die unwürdig empfangen und den Leib des Herrn, der in der Eucharistie verborgen ist, nicht von gewöhnlicher Speise unterscheiden. Im selben Brief hatte der heilige Paulus diese Lehre bereits ausführlicher entwickelt, als er sagte: Ist nicht der Kelch des Segens, den wir segnen, die Gemeinschaft des Blutes Christi? Und ist nicht das Brot, das wir brechen, die Teilhabe am Leib des Herrn? Diese Worte bezeichnen nun die wirkliche Substanz des Leibes und Blutes Christi des Herrn.