Römischer Katechismus 18.4

Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie

Abschnitt 4. Dass seine Einsetzung folgendermaßen geschah, lässt sich klar aus den Evangelisten entnehmen. Unser Herr, der die Seinen liebte, liebte sie bis ans Ende. Als göttliches und bewundernswertes Unterpfand dieser Liebe vollbrachte er, da er wusste, dass die Stunde nun gekommen war, dass er aus dieser Welt zum Vater übergehe, damit er zu keiner Zeit jemals von den Seinen abwesend sei, mit unaussprechlicher Weisheit, was alle Ordnung und Beschaffenheit der Natur übersteigt. Denn nachdem er das Mahl des Paschalammes mit seinen Jüngern gehalten hatte, damit das Vorbild der Wirklichkeit weiche, der Schatten der Wahrheit, nahm er das Brot, dankte Gott, segnete es, brach es und gab es den Jüngern und sprach: „Nehmet hin und esset, dies ist mein Leib, der für euch hingegeben wird; tut dies zu meinem Gedächtnis." Ebenso nahm er nach dem Mahl auch den Kelch und sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis."