Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie
Abschnitt 183. Die Messe ist ein Lob-, Dank- und Sühnopfer — Da dem so ist, muss ohne jedes Zögern gelehrt werden, dass das heilige Messopfer, wie das heilige Konzil von Trient ebenfalls erklärt hat, nicht nur ein Lob- und Dankopfer oder ein bloßes Gedächtnis des am Kreuz vollbrachten Opfers ist, sondern auch wahrhaft ein Sühnopfer, durch das Gott versöhnt und uns gnädig gestimmt wird. Wenn wir daher mit reinem Herzen, lebendigem Glauben und von innerer Reue über unsere Übertretungen ergriffen dieses hochheilige Opfer darbringen und opfern, werden wir ohne Zweifel Barmherzigkeit vom Herrn erlangen und Gnade finden zur rechten Zeit; denn so erfreut ist der Herr am Wohlgeruch dieses Opfers, dass er uns die Gabe der Gnade und der Reue schenkt und unsere Sünden vergibt. Daher jenes gewöhnliche Gebet der Kirche: Sooft das Gedächtnis dieses Opfers gefeiert wird, so oft wird das Werk unserer Erlösung vollzogen; das heißt, durch dieses unblutige Opfer fließen uns die reichsten Früchte jenes blutigen Opfers zu.