Römischer Katechismus 18.124

Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie

Abschnitt 124. Die Eucharistie tilgt die lässlichen Sünden — Es kann nicht bezweifelt werden, dass durch die Eucharistie leichtere Sünden, die gemeinhin lässliche genannt werden, nachgelassen und vergeben werden. Was immer die Seele durch das Feuer der Leidenschaft verloren hat, indem sie in ein leichtes Vergehen fiel, das stellt die Eucharistie wieder her, indem sie jene geringeren Fehler tilgt, auf dieselbe Weise — um das bereits angeführte Gleichnis nicht zu verlassen —, wie die natürliche Nahrung nach und nach den täglichen Verlust wiederherstellt und ersetzt, der durch die Kraft der Lebenswärme in uns verursacht wird. Zu Recht hat daher der heilige Ambrosius von diesem himmlischen Sakrament gesagt: Jenes tägliche Brot wird genommen als Heilmittel gegen die tägliche Schwäche. Dies ist aber von jenen Sünden zu verstehen, an denen man kein tatsächliches Wohlgefallen mehr hat.