Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie
Abschnitt 120. Die Eucharistie verleiht die Gnade — Wenn also Gnade und Wahrheit durch Jesus Christus gekommen sind, müssen sie gewiss in die Seele ausgegossen werden, die in Reinheit und Heiligkeit ihn empfängt, der von sich selbst sagte: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Diejenigen, die dieses Sakrament fromm und inbrünstig empfangen, müssen ohne allen Zweifel den Sohn Gottes so in ihre Seelen aufnehmen, dass sie als lebendige Glieder seinem Leib eingepflanzt werden. Denn es steht geschrieben: Wer mich isst, der wird auch leben durch mich; und: Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Zu dieser Stelle sagt der heilige Cyrill: Das Wort Gottes, das sich mit seinem eigenen Fleisch vereinigte, verlieh ihm eine lebendigmachende Kraft; es geziemte ihm daher, sich auf wunderbare Weise mit unseren Leibern zu vereinigen, durch sein heiliges Fleisch und sein kostbares Blut, die wir in Brot und Wein empfangen, geweiht durch seinen lebendigmachenden Segen.