Römischer Katechismus 18.110

Kapitel 18 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die heilige Eucharistie

Abschnitt 110. Eine Folge der Wesensverwandlung — Der Seelsorger soll ferner lehren, dass unser Herr nicht im Sakrament ist wie an einem Ort. Denn der Ort betrifft die Dinge nur, insofern sie eine Ausdehnung haben. Wir sagen nun nicht, Christus sei im Sakrament, insofern er groß oder klein ist — Begriffe, die zur Quantität gehören —, sondern insofern er eine Substanz ist. Die Substanz des Brotes wird in die Substanz Christi verwandelt, nicht in Ausdehnung oder Quantität; und Substanz ist, wie alle eingestehen werden, in einem kleinen ebenso wie in einem großen Raum enthalten. Die Substanz der Luft zum Beispiel und ihre ganze Natur müssen in einer kleinen ebenso wie in einer großen Menge gegenwärtig sein, und ebenso muss die ganze Natur des Wassers nicht weniger in einem Glas als in einem Fluss gegenwärtig sein. Da nun der Leib unseres Herrn an die Stelle der Substanz des Brotes tritt, müssen wir bekennen, dass er auf dieselbe Weise im Sakrament ist, wie die Substanz des Brotes vor der Konsekration gegenwärtig war; ob die Substanz des Brotes in größerer oder geringerer Menge gegenwärtig war, ist eine Sache von keinerlei Belang.