Römischer Katechismus 17.18

Kapitel 17 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die Firmung

Abschnitt 18. Die Notwendigkeit dieser Weihe kann jedoch auch aus der Vernunft gezeigt werden. Bei den meisten anderen Sakramenten hat Christus ihre Materie so eingesetzt, dass er ihr auch Heiligkeit verlieh. Denn er bestimmte nicht nur das Wasser als Element der Taufe, indem er sprach: Wenn jemand nicht aus Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen; sondern er verlieh ihm auch bei seiner eigenen Taufe die Kraft, fortan zu heiligen. Daher die Worte des heiligen Chrysostomus: Das Taufwasser hätte, wäre es nicht durch die Berührung mit dem Leib unseres Herrn geheiligt worden, die Sünden der Gläubigen nicht abwaschen können. Da nun unser Herr diese Materie der Firmung nicht durch tatsächlichen Gebrauch und Handhabung weihte, ist es notwendig, dass sie durch heilige und fromme Gebete geweiht werde; und diese Weihe kann keinem anderen als dem Bischof zukommen, der zum ordentlichen Spender dieses Sakramentes bestellt wurde.