Römischer Katechismus 16.117

Kapitel 16 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Die Taufe

Abschnitt 117. Diese Lehre wird vom Apostel gelehrt, wenn er sagt: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe. Und wiederum, wenn er die Römer ermahnt, dass sie, da sie durch die Taufe in Christus gestorben seien, darauf achten sollen, das Leben nicht zu verlieren, das sie von ihm empfangen haben, sagt er: Was Christus der Sünde gestorben ist, ist er ein für allemal gestorben. Diese Worte scheinen deutlich zu besagen, dass, wie Christus nicht wieder sterben kann, auch wir nicht wieder durch die Taufe sterben können. Daher bekennt auch die heilige Kirche offen, dass sie eine Taufe glaubt. Dass dies mit dem Wesen der Sache und mit der Vernunft übereinstimmt, ergibt sich schon aus dem Begriff der Taufe selbst, die eine geistliche Wiedergeburt ist. Wie wir nämlich kraft der Naturgesetze nur einmal gezeugt und geboren werden, und, wie der heilige Augustinus bemerkt, es keine Rückkehr in den Mutterschoß gibt, so gibt es auch nur eine geistliche Geburt, und die Taufe darf niemals zu irgendeiner Zeit wiederholt werden.