Kapitel 15 — Zweiter Teil: Die Sakramente — Einführung über die Sakramente im Allgemeinen
Abschnitt 68. von dem Augenblick an, da die Sakramente zu spenden begannen, die Wirkungen, die sie im Inneren der Seele hervorbringen, durch offenkundige Wunder sichtbar zu machen. Dies tat er, damit wir aufs Festeste glauben, dass dieselben Wirkungen, obwohl den Sinnen weit entrückt, stets innerlich hervorgebracht werden. Um nicht davon zu sprechen, dass bei der Taufe des Erlösers im Jordan die Himmel sich öffneten und der Heilige Geist in Gestalt einer Taube erschien, um uns zu lehren, dass seine Gnade in unsere Seelen eingegossen wird, wenn wir im heiligen Taufbrunnen gewaschen werden – um dies zu übergehen, das sich eher auf die Bedeutung der Taufe als auf die Spendung des Sakramentes bezieht – lesen wir nicht, dass am Pfingsttage, als die Apostel den Heiligen Geist empfingen, durch den sie fortan mit größerem Eifer und größerer Entschlossenheit beseelt waren, den Glauben zu predigen und für die Ehre Christi Gefahren zu trotzen, plötzlich ein Brausen vom Himmel kam, wie von einem gewaltigen Wind, und das ganze Haus erfüllte, wo sie saßen, und ihnen Zungen erschienen wie von Feuer, die sich zerteilten? Dadurch wurde verstanden, dass uns im Sakrament der Firmung derselbe Geist gegeben und solche Stärke verliehen wird, die uns befähigt, entschlossen unseren unaufhörlichen Feinden entgegenzutreten und zu widerstehen: der Welt, dem Fleisch und dem Teufel. Eine Zeitlang zu Beginn der Kirche wurden, wann immer diese Sakramente von den Aposteln gespendet wurden, dieselben wunderbaren Wirkungen beobachtet, und sie hörten erst auf, als der Glaube Reife und Stärke erlangt hatte.