Kapitel 14 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel XII: Das ewige Leben
Abschnitt 9. Der Seelsorger sollte daher die Gelegenheit, die dieser Artikel bietet, nicht versäumen, die Gläubigen zur Ausübung der Frömmigkeit, der Gerechtigkeit und aller übrigen christlichen Pflichten einzuladen, indem er ihnen so reichliche Belohnungen vorhält, wie sie in den Worten "ewiges Leben" angekündigt werden. Unter den Segnungen, die wir instinktiv wünschen, wird das Leben gewiss als eines der größten geschätzt. Nun beschreiben wir die Glükseligkeit der Gerechten hauptsächlich durch diesen Segen, wenn wir "ewiges Leben" sagen. Wenn also dieses kurze und kummervolle Leben, das so vielen und so verschiedenen Leiden unterworfen ist, dass es eher Tod als Leben genannt werden sollte, dennoch höher geschätzt wird als alles andere — mit welcher Inbrunst der Seele, mit welchem Ernst des Vorsatzes sollten wir da nicht jenes ewige Leben suchen, das ohne Übel jeglicher Art uns den reinen und unverfälschten Genuss jedes Guten darbietet?