Römischer Katechismus 14.17

Kapitel 14 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel XII: Das ewige Leben

Abschnitt 17. Dies zeigt auch der heilige Dionysius deutlich, wenn er sagt, dass die Dinge droben nicht durch Vergleich mit den Dingen hienieden erkannt werden können; denn das Wesen und die Substanz von allem Unkörperlichen kann nicht durch das Bild dessen erkannt werden, was körperlich ist, zumal eine Ähnlichkeit weniger grob und geistiger sein muss als das, was sie darstellt, wie wir aus allgemeiner Erfahrung leicht wissen. Da es also unmöglich ist, dass irgendein von geschaffenen Dingen entnommenes Bild ebenso rein und geistig sei wie Gott, kann keine Ähnlichkeit uns befähigen, die göttliche Wesenheit vollkommen zu erkennen. Überdies sind alle geschaffenen Dinge in gewisse Grenzen der Vollkommenheit eingeschlossen, während Gott ohne Grenzen ist; und deshalb kann nichts Geschaffenes seine Unermesslichkeit widerspiegeln.