Römischer Katechismus 10.26

Kapitel 10 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel VIII: Ich glaube an den Heiligen Geist

Abschnitt 26. Bestimmte göttliche Werke werden dem Heiligen Geist zugeeignet — Es ist auch die Pflicht des Seelsorgers zu lehren, dass es gewisse bewundernswerte Wirkungen, gewisse vortreffliche Gaben des Heiligen Geistes gibt, die, wie man sagt, von ihm wie aus einem unversieglichen Quell der Güte ihren Ursprung nehmen und ausgehen. Obwohl die innerlichen Werke der Heiligsten Dreifaltigkeit den Drei Personen gemeinsam sind, werden doch viele von ihnen in besonderer Weise dem Heiligen Geist zugeschrieben, um anzuzeigen, dass sie aus der grenzenlosen Liebe Gottes zu uns hervorgehen. Denn da der Heilige Geist aus dem göttlichen Willen hervorgeht, der gleichsam von Liebe entflammt ist, können wir erkennen, dass diese Wirkungen, die besonders auf den Heiligen Geist bezogen werden, das Ergebnis der höchsten Liebe Gottes zu uns sind.