Heidelberger Katechismus 29.77

Kapitel 29 — 29. Sonntag

Abschnitt 77. Frage 77: Wo hat Christus verheissen, dass er die Gläubigen so gewiss mit seinem Leib und Blut speise und tränke, als sie von diesem gebrochenen Brot essen und von diesem Kelch trinken? Antwort: In der Einsetzung des Abendmahls, welche also lautet: Unser Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankete und brach es und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr es trinket, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis dass er kommt. Diese Verheissung wird auch von dem heiligen Paulus wiederholt, da er spricht: Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ein Brot ist es, so sind wir viele ein Leib, dieweil wir alle eines Brotes teilhaftig sind.