Kapitel 2 — Anathemata VIII–XIV
Abschnitt 8. VIII. Wenn jemand den Ausdruck »aus zwei Naturen« gebraucht und bekennt, dass eine Vereinigung aus der Gottheit und der Menschheit zustande kam, oder den Ausdruck »die eine fleischgewordene Natur Gottes des Wortes«, und diese Ausdrücke nicht so versteht, wie die heiligen Väter gelehrt haben, nämlich dass aus der göttlichen und menschlichen Natur eine Vereinigung der Hypostase nach zustande kam und ein Christus gebildet wurde, sondern aus diesen Ausdrücken eine einzige Natur oder Substanz der Gottheit und Menschheit Christi einführen will: der sei mit dem Anathema belegt. Denn wenn wir lehren, dass das einziggeborene Wort der Hypostase nach vereinigt wurde, meinen wir nicht, dass eine gegenseitige Vermischung der Naturen stattgefunden habe, sondern vielmehr, dass jede der beiden das blieb, was sie war, und wir verstehen, dass das Wort mit dem Fleisch vereinigt wurde.