Zweites Konzil von Konstantinopel — Anathemata 2.14

Kapitel 2 — Anathemata VIII–XIV

Abschnitt 14. XIV. Wenn jemand den Brief verteidigt, den Ibas an den Perser Maris geschrieben haben soll, der leugnet, dass das Fleisch gewordene Wort Gottes von der heiligen Gottesgebarerin und allzeit Jungfrau Maria Mensch geworden sei, und stattdessen behauptet, ein bloßer Mensch sei von ihr geboren worden, den er einen Tempel nennt, als ob das Wort Gottes eine Person sei und der Mensch eine andere; der den heiligen Kyrill als Häretiker verleumdet, weil er die wahre Lehre der Christen vorträgt; und den heiligen Kyrill beschuldigt, die Meinungen des gottlosen Apollinaris zu vertreten; der die erste Synode von Ephesus tadelt, sie habe Nestorius ohne Untersuchung abgesetzt; und der die zwölf Kapitel des heiligen Kyrill als gottlos und dem rechten Glauben widersprechend bezeichnet; und der Theodor und Nestorius und ihre gottlosen Lehren und Schriften verteidigt: wenn jemand, sage ich, den besagten Brief verteidigt und ihn nicht mit dem Anathema belegt, sowie alle, die ihn verteidigen und rechtfertigen oder die sagen, er oder irgendein Teil davon sei richtig, und diejenigen, die zu seinen Gunsten oder zugunsten der darin enthaltenen Gottlosigkeiten geschrieben haben oder schreiben und es wagen, ihn oder die darin enthaltenen Gottlosigkeiten im Namen der heiligen Väter oder der Heiligen Synode von Chalcedon zu rechtfertigen, und die bis zum Ende daran festhalten: der sei mit dem Anathema belegt.