Kapitel 1 — Anathemata I–VII
Abschnitt 5. V. Wenn jemand sagt, die heilige, glorreiche und allzeit jungfräuliche Maria werde nur missbräuchlich und nicht in Wahrheit Gottesgebarerin genannt, oder nur in übertragenem Sinne, als ob ein bloßer Mensch geboren worden sei und nicht das Fleisch gewordene Wort Gottes, wobei die Geburt eines Menschen, wie sie sagen, auf Gott das Wort bezogen werde, weil dieses bei dem geborenen Menschen gewesen sei; und wenn jemand die Heilige Synode von Chalcedon verleumdet, als habe sie die Jungfrau im gottlosen Sinne Theodors Gottesgebarerin genannt; oder wenn jemand sie Menschengebarerin oder Christusgebarerin nennt, als ob Christus nicht Gott wäre: der sei mit dem Anathema belegt.