Kapitel 14: Vom rettenden Glauben
Abschnitt 1. Die Gnade des Glaubens, wodurch die Erwählten befähigt werden, zum Heil ihrer Seelen zu glauben, ist das Werk des Geistes Christi in ihren Herzen und wird gewöhnlich durch den Dienst des Wortes gewirkt; durch welchen, sowie durch die Verwaltung der Sakramente und das Gebet, er auch vermehrt und gestärkt wird.
Abschnitt 2. Durch diesen Glauben glaubt ein Christ für wahr, was immer im Wort geoffenbart ist, aufgrund der Autorität Gottes selbst, der darin spricht; und handelt verschieden nach dem, was jeder besondere Abschnitt davon enthält; er leistet den Geboten Gehorsam, zittert vor den Drohungen und umfasst die Verheißungen Gottes für dieses Leben und das zukünftige. Aber die hauptsächlichen Akte des rettenden Glaubens sind: Christus allein annehmen, empfangen und auf ihm ruhen zur Rechtfertigung, Heiligung und zum ewigen Leben, kraft des Gnadenbundes.
Abschnitt 3. Dieser Glaube ist verschieden an Graden, schwach oder stark; mag oft und auf vielerlei Weise angefochten und geschwächt werden, erringt aber den Sieg; er wächst in vielen zum Erwerb einer vollen Gewissheit durch Christus, der sowohl der Anfänger als auch der Vollender unseres Glaubens ist.