Kapitel 7: Von Gottes Bund
Abschnitt 1. Der Abstand zwischen Gott und dem Geschöpf ist so groß, dass, obwohl die vernünftigen Geschöpfe ihm als ihrem Schöpfer Gehorsam schulden, sie dennoch niemals die Belohnung des Lebens hätten erlangen können außer durch eine freiwillige Herablassung von Gottes Seite, die er durch einen Bund auszudrücken geruht hat.
Abschnitt 2. Da der Mensch sich zudem durch seinen Fall unter den Fluch des Gesetzes gebracht hat, hat es dem Herrn gefallen, einen Gnadenbund zu schließen, worin er den Sündern freiwillig Leben und Errettung durch Jesus Christus anbietet, von ihnen den Glauben an ihn fordert, damit sie errettet werden; und allen, die zum ewigen Leben verordnet sind, seinen Heiligen Geist zu geben verspricht, um sie willig und fähig zu machen zu glauben.
Abschnitt 3. Dieser Bund ist im Evangelium offenbart; zuerst an Adam in der Verheißung der Errettung durch den Samen der Frau und danach in weiteren Schritten, bis seine volle Enthüllung im Neuen Testament vollendet war; und er gründet sich auf jene ewige Bundesvereinbarung zwischen dem Vater und dem Sohn über die Erlösung der Erwählten; und allein durch die Gnade dieses Bundes haben alle Nachkommen des gefallenen Adam, die je errettet wurden, Leben und selige Unsterblichkeit erlangt, da der Mensch nun gänzlich unfähig ist, bei Gott Annahme zu finden auf jenen Bedingungen, unter denen Adam in seinem Stand der Unschuld stand.