Baptistisches Bekenntnis von 1689 — Kapitel 32: Vom Letzten Gericht

Kapitel 32: Vom Letzten Gericht

Abschnitt 1. Gott hat einen Tag bestimmt, an dem er die Welt in Gerechtigkeit richten wird durch Jesus Christus; dem alle Macht und alles Gericht vom Vater gegeben ist; an welchem Tag nicht nur die abgefallenen Engel gerichtet werden, sondern auch alle Menschen, die auf Erden gelebt haben, vor dem Richterstuhl Christi erscheinen werden, um Rechenschaft abzulegen über ihre Gedanken, Worte und Taten und zu empfangen nach dem, was sie im Leibe getan haben, es sei gut oder böse.

Abschnitt 2. Der Zweck, zu dem Gott diesen Tag bestimmt hat, ist die Offenbarung der Herrlichkeit seiner Barmherzigkeit in der ewigen Errettung der Erwählten und seiner Gerechtigkeit in der Verdammnis der Verworfenen, die gottlos und ungehorsam sind. Denn dann werden die Gerechten in das ewige Leben eingehen und jene Fülle der Freude und Herrlichkeit empfangen mit ewigen Belohnungen in der Gegenwart des Herrn; aber die Gottlosen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium Jesu Christi nicht gehorchen, werden in ewige Qualen verstoßen und mit ewigem Verderben bestraft werden, weg von der Gegenwart des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Macht.

Abschnitt 3. Wie Christus will, dass wir gewiss überzeugt seien, dass es einen Tag des Gerichts geben wird, sowohl um alle Menschen von der Sünde abzuschrecken als auch zum größeren Trost der Gottesfürchtigen in ihrer Widerwärtigkeit; so will er auch, dass der Tag den Menschen unbekannt sei, damit sie alle fleischliche Sicherheit ablegen und stets wachsam seien, weil sie nicht wissen, zu welcher Stunde der Herr kommen wird; und stets bereit seien zu sagen: Komm, Herr Jesus, komm bald. Amen.