Baptistisches Bekenntnis von 1689 — Kapitel 31: Vom Zustand des Menschen nach dem Tod und von der Auferstehung der Toten

Kapitel 31: Vom Zustand des Menschen nach dem Tod und von der Auferstehung der Toten

Abschnitt 1. Die Leiber der Menschen kehren nach dem Tod zum Staub zurück und sehen die Verwesung; aber ihre Seelen, die weder sterben noch schlafen, da sie ein unsterbliches Dasein haben, kehren sogleich zu Gott zurück, der sie gegeben hat. Die Seelen der Gerechten, die dann in Heiligkeit vollkommen gemacht werden, werden in das Paradies aufgenommen, wo sie bei Christus sind und das Angesicht Gottes in Licht und Herrlichkeit schauen und auf die volle Erlösung ihrer Leiber warten; und die Seelen der Gottlosen werden in die Hölle geworfen, wo sie in Qual und äußerster Finsternis verbleiben, aufbewahrt für das Gericht des großen Tages; außer diesen beiden Orten für vom Leib getrennte Seelen kennt die Schrift keinen.

Abschnitt 2. Am letzten Tag werden die Heiligen, die noch am Leben sind, nicht entschlafen, sondern verwandelt werden; und alle Toten werden auferweckt werden mit denselben Leibern und keinen anderen; obgleich mit anderen Eigenschaften, die für immer wieder mit ihren Seelen vereinigt werden.

Abschnitt 3. Die Leiber der Ungerechten werden durch die Macht Christi zur Unehre auferweckt; die Leiber der Gerechten durch seinen Geist zur Ehre und werden seinem eigenen herrlichen Leib gleichgestaltet.