Baptistisches Bekenntnis von 1689 — Kapitel 13: Von der Heiligung

Kapitel 13: Von der Heiligung

Abschnitt 1. Diejenigen, die mit Christus vereinigt, wirksam berufen und wiedergeboren sind und ein neues Herz und einen neuen Geist in sich geschaffen haben durch die Kraft des Todes und der Auferstehung Christi, werden auch weiter geheiligt, wahrhaft und persönlich, durch dieselbe Kraft, durch sein Wort und seinen Geist, die in ihnen wohnen; die Herrschaft des ganzen Leibes der Sünde wird zerstört, und die verschiedenen Lüste derselben werden mehr und mehr geschwächt und getötet, und sie werden mehr und mehr belebt und gestärkt in allen rettenden Gnaden, zur Ausübung aller wahren Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn sehen wird.

Abschnitt 2. Diese Heiligung erstreckt sich auf den ganzen Menschen, ist aber in diesem Leben unvollkommen; es verbleiben noch einige Überreste der Verdorbenheit in jedem Teil, woraus ein beständiger und unversöhnlicher Kampf entsteht; das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch.

Abschnitt 3. In diesem Kampf mag die verbleibende Verdorbenheit für eine Zeit sehr überhand nehmen, doch durch die beständige Zufuhr von Kraft vom heiligenden Geist Christi überwindet der wiedergeborene Teil; und so wachsen die Heiligen in der Gnade, die Heiligkeit vollendend in der Furcht Gottes, einem himmlischen Leben nachstrebend, in evangelischem Gehorsam gegenüber allen Geboten, die Christus als Haupt und König in seinem Wort ihnen vorgeschrieben hat.