Kapitel 11 — Von der Rechtfertigung
Abschnitt 1. Diejenigen, die Gott wirksam beruft, rechtfertigt er auch freiwillig, nicht indem er ihnen Gerechtigkeit eingießt, sondern indem er ihre Sünden vergibt und ihre Personen als gerecht ansieht und annimmt; nicht wegen irgendetwas, das in ihnen gewirkt oder von ihnen getan wurde, sondern allein um Christi willen; nicht indem er den Glauben selbst, den Akt des Glaubens oder irgendeinen anderen evangelischen Gehorsam ihnen als ihre Gerechtigkeit zurechnet; sondern indem er Christi tätigen Gehorsam gegenüber dem ganzen Gesetz und seinen leidenden Gehorsam in seinem Tod als ihre ganze und alleinige Gerechtigkeit zurechnet, wobei sie ihn und seine Gerechtigkeit durch den Glauben empfangen und auf ihm ruhen, welchen Glauben sie nicht aus sich selbst haben; er ist die Gabe Gottes.