Kapitel 1: Artikel I: Von Gott
Abschnitt 1. Zuerst wird einträchtiglich gelehrt und gehalten, gemäss dem Beschluss des Konzils von Nicäa, dass ein einig göttlich Wesen sei, welches genannt wird und wahrhaftiglich ist Gott, und sind doch drei Personen in demselbigen einigen göttlichen Wesen, gleich gewaltig, gleich ewig: Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist, alle drei ein göttlich Wesen, ewig, ohne Stück, ohne End, unermesslicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und wird durch das Wort Persona verstanden nicht ein Stück, nicht eine Eigenschaft in einem andern, sondern das selbst bestehet, wie denn die Väter in dieser Sache dies Wort gebraucht haben. Derhalben werden verworfen alle Ketzereien, so diesem Artikel zuwider sind, als Manichäer, die zwei Götter gesetzt haben, einen bösen und einen guten; item die Valentinianer, Arianer, Eunomianer, Mohammedaner und alle dergleichen; auch die Samosatener, alte und neue, die, da sie nur eine Person setzen und von dem Wort und dem Heiligen Geist Geschwätz machen, dass es nicht müsse unterschiedliche Personen sein, sondern Wort bedeute leiblich Wort oder Stimme, und der Heilige Geist sei eine geschaffene Regung in Kreaturen.