Kapitel 2: Von der Menschwerdung
Abschnitt 26. Es ist aber zum ewigen Heil auch nötig, dass man treulich glaube die Menschwerdung unsers Herrn Jesu Christi.
Abschnitt 27. Der rechte Glaube nun ist, dass wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus, Gottes Sohn, Gott und Mensch ist.
Abschnitt 28. Gott ist er aus des Vaters Wesen vor der Welt gezeugt; und Mensch ist er aus der Mutter Wesen in der Welt geboren.
Abschnitt 29. Vollkommener Gott, vollkommener Mensch mit vernünftiger Seele und menschlichem Leib.
Abschnitt 30. Gleich dem Vater nach der Gottheit; geringer als der Vater nach der Menschheit.
Abschnitt 31. Und obwohl er Gott ist und Mensch, so ist er doch nicht zwei, sondern ein Christus.
Abschnitt 32. Einer, nicht durch Verwandlung der Gottheit ins Fleisch, sondern durch Aufnahme der Menschheit in Gott.
Abschnitt 33. Einer durchaus, nicht durch Vermischung des Wesens, sondern durch Einigkeit der Person.
Abschnitt 34. Denn gleichwie die vernünftige Seele und der Leib ein Mensch ist, so ist Gott und Mensch ein Christus.
Abschnitt 35. Der gelitten hat um unserer Seligkeit willen, zur Hölle gefahren ist, am dritten Tage auferstanden von den Toten.
Abschnitt 36. Aufgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.
Abschnitt 37. Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.
Abschnitt 38. Zu dessen Zukunft alle Menschen auferstehen müssen mit ihren Leibern.
Abschnitt 39. Und Rechenschaft geben von ihren eigenen Werken.
Abschnitt 40. Und die Gutes getan haben, werden ins ewige Leben eingehen, die Böses getan haben, ins ewige Feuer.
Abschnitt 41. Das ist der christliche Glaube; wer diesen nicht fest und treulich gläubt, der kann nicht selig werden.